BVE
Die BVE ist ein berufsschulisches Angebot für Schüler/Innen der Fidelisschule und Abgänger/Innen der
Förderschule, mit dem Potential, sich erfolgreich auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt integrieren zu können. Die
BVE bietet eine Alternative zur Berufsschulstufe der Fidelisschule und existiert seit dem Schuljahr 2011/12.
Seit Januar 2012 ist unsere BVE-Klasse räumlich an die Förderberufsfachschule Mariaberg Standort Sigmaringen
angegliedert. Die Förderberufsfachschule ist als berufsschulischer Kooperationspartner relevant.

1. Organisation

Auf der Basis der Schulbesuchsbestimmung gem. § 22 Schulgesetz wurden die Landkreise aufgerufen, lokale
Umsetzungsmöglichkeiten für eine kreisweite Berufsvorbereitende Einrichtung (BVE) zu entwickeln. Die BVE ist
keine neue Schulart, sondern konzipiert einen besonderen berufsschulischen Bildungsgang in Kooperation mit
der Schule für Geistigbehinderte, der Förderschule und einer beruflichen Schule.
Die Förderberufsfachschule Mariaberg e.V. als Teil der Karl-Georg-Haldenwang-Schule Mariaberg e.V. stellt mit
ihrer Ausrichtung auf junge Menschen mit besonderem Förderbedarf den geeigneten Kooperationspartner für die
BVE dar.
Im Landkreis Sigmaringen gibt es in Kooperation mit Mariaberg e.V. je eine BVE-Klasse an den Standorten
Sigmaringen und Gammertingen.
Am Standort Sigmaringen (Achbergstr. 4) liegt die verantwortliche Leitung bei der Fidelisschule, welche in
Kooperation mit der Förderberufsfachschule der Karl-Georg-Haldenwang-Schule Mariaberg e.V. den besonderen
berufsschulischen Bildungsgang durchführt.
Am Standort Gammertingen (Schulgebäude Grund/ Haupt- und Werkrealschule) liegt die verantwortliche Leitung
bei dem SBBZ Mariaberg e.V., welche ebenfalls in Kooperation mit der Förderberufsfachschule der Karl-Georg-
Haldenwang-Schule den berufsschulischen Bildungsgang durchführt.
Die für die BVE-Klassen verantwortlichen Lehrer stimmen sich in regelmäßigen Abständen bzgl. curricularer
Aspekte und organisatorischer Abläufe ab.

2. Zielsetzung

Die BVE ist ein schulisches Angebot des Landkreises, das sich als konsequente Ergänzung des auf
Selbständigkeit zielenden Berufsschulstufenkonzepts der Fidelisschule und der Aicher-Scholl-Schule darstellt.
Bereits in der Berufsschulstufe beginnt die Orientierungsphase, die durch das Kurssystem unterstützt wird. Aber
auch Praktika in der OWB bzw. auf dem ersten Arbeitsmarkt sind richtungsweisend sowie ein Anknüpfungspunkt
an die Arbeit in der BVE. Deshalb sind die Praktikumsauswertungen und Rückmeldungen der Betriebe eine
wichtige Voraussetzung, um zeitnah mit der gezielten Arbeitsvorbereitung beginnen zu können. Eine enge
Zusammenarbeit und stetiger Austausch der Lehrer der BVE und der BST ist daher unerlässlich. Die Grundlage
dafür bildet die Kompetenzanalyse des KVJS, die über das RP Tübingen flächendeckend eingeführt wurde.
In der BVE geht es um die Schaffung von Orientierungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten für die Schülergruppe
mit Potential für eine Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Die Zielgruppe dieses berufsschulischen
Angebots ist die sich zum Teil überscheidende Schülergruppe von leistungsstarken Schülern des SBBZ geistige
Entwicklung und leistungsschwachen Schülern des SBBZ Lernen. Ziel ist es, möglichst viele junge Menschen mit
und ohne wesentliche Behinderungen nach Abschluss der allgemeinen Schulzeit, entsprechend ihren
individuellen Kompetenzen zu fördern und zu begleiten und sie auf das Leben als Erwachsene umfassend
vorzubereiten sowie nach Erfüllung ihrer Berufsschulpflicht in den allgemeinen Arbeitsmarkt einzugliedern.
Dieses berufsschulische Angebot, das auf die Vorbereitung der Schüler auf eine Tätigkeit auf den allgemeinen
Arbeitsmarkt zielt, ist auch im Zusammenhang mit der “Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe für Menschen
mit Behinderungen“ zu sehen, die auf Landesebene die personenzentrierten Teilhabeleistungen und damit die
Berücksichtigung der individuellen Bedarfe noch stärker in den Mittelpunkt stellt.

3. Unterrichtsbereiche
Teilqualifizierungen in verschiedenen Bereichen (z.B. Lager-Logistik-Kurs, Staplerführerschein,
Motorsägenführerschein, Baumschnittkurs, Hygienebelehrung, ...)
Die berufliche und teilhaberelevante Förderung bildet einen wichtigen Schwerpunkt der Förderung und zielt auf
die Durchführung von Praktika auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Dauer und Umfang der Praktika richten sich
nach den individuellen Voraussetzungen der Schüler (Belastbarkeit und Berufswegeplanung) und gliedern sich in
eine Orientierungs-, Erprobungs- und Eingliederungsphase. Außerdem verpflichtet sich jeder Teilnehmer an
mindestens einem Praktikum in einer WfbM, um dort die Vielfältigkeit einer Werkstätte kennenzulernen. So gelingt
es, sich ein umfassendes Bild zu verschaffen und Arbeitskompetenzen zu trainieren.
In der BVE geht es um das Erlernen von Schlüsselqualifikationen, das Üben von Arbeits- und Alltagsprozessen,
das Mobilitätstraining, die eigenverantwortliche Lebensgestaltung sowie die zunehmend realistische
Einschätzung der eigenen Fähigkeiten.
Während der maximal 3-jährigen BVE-Zeit kann - entsprechend der jeweiligen Entwicklungen und Fähigkeiten
der Schüler - eine Platzierung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt erfolgen.

4. Wichtige Kooperationspartner
5. Aufnahmevoraussetzungen
6. Aufnahmeverfahren